Plötzlich klatscht es wie Scheiße ausm Taubenarsch auf einen nieder.
Ich weiß einfach nichts. Gar nichts. Alles Wissen bleibt nur Wissen das von Menschenhand erschaffen. Was ist Wissenschaft, wenn die Wissenschaft nur Bilder im Kopf der Menschen sind? Nichts. Gar nichts. Der Mensch ist ein Utopist und Irrealist und damit es keiner merkt, hypnotisiert er sich mit TV um sicher zu sein, dass das kranke Leitbild aus der Bildzeitung, schön eingebrannt im Kopf, auch stimmt, denn sonst wären wir ja selbst schuld am Krieg und keiner will zugeben, dass der Krieg eine Erfindung ist, um bedrucktes Papier, der Pokal der Macht, hübsch in den richtigen Fingern bleiben zu lassen, die fettriefend erneut zum Krabbentelller greifen, während irgendwo Krabbenfischer verhungern und Krabben ausrotten.
Das Leben ist schön. Schwarz oder Weiß...es gibt nur einen Sieger im Schach. Gott und der Teufel spielen es nicht. Eine weitere Erfindung um sich aus der Affaire zu ziehen.
Und was machst du?
Das was wir jeden Tag tun: wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen und wenn das schief geht, dann heulen wir und erfinden Psychologen und Neurologen und andere Wissenschaftler, die uns sagen das wir depressiv sind, und dass es ok ist wenn wir saufen oder rauchen, weil das gehört dazu, dass nennt man Symptome, die manchmal als Phobie enden. Und die Welt ist wieder im Lot...irgendeiner bestätigt immer all die Scheiße die aus dem Hirn kommt.
Ja ja, liebe Kinder, die Welt ist Phantasie.
Deshalb heißt ja auch der große Erkenner Morpheus. er ist nämlich der Gott der Träume. Ein fantastischer Grieche, der das Opium erfand und dazu noch zwei prima Brüder hat. Phobetor und Phantasos. Die haben den besten Papa der Welt. Hypnos!
Und liebe Kinder klingelts?
Farbenwerferin - 2. August, 19:42
Im Inneren unserer Seele schlummern oft ungeahnte Erfahrungen, welche ohne Willen verschlossen werden. Alles, was in der Realität ausharrt, sind jene verqueren Magenwindungen, ähnlich einer malträtierenden Lethargie, die uns unerklärlich bleiben.
Ein angenehmer Tag endet plötzlich mit einem Sturm Unwohlseins. Gedankenschwärme kreiseln, finden keinen Ansatz, keine Lösung für das, was uns augenblicklich quält. Obwohl der Wunsch nach Klarheit so bestimmt, verblenden wir unser Gesicht. Schauen weg, in der Hoffnung, dass es sich der Wahrheit entzieht, die man lieber nicht wahr haben mag. Die Unzufriedenheit hingegen begleitet die Zeit, jeglicher Versuch Froh¬sinn, Kreativität und Struktur einzufangen, unzählige positiv geladene Ereignisse, die man sich im Notfall erkauft, trüben das Innere nicht. Kontinuierlich klopft, drückt und flüstert es. Die Nächte der Schlaflosigkeit halten Einzug.
Zerberstender Druck köchelt still, leicht entflammbar hinter dem Schein, den wir verzweifelt aufrechtzuerhalten versuchen. Wie Glasfasern manifestieren sich aktionistische Eigenschaften, die nach außen hin seltsam erscheinen, die einem selbst jedoch verborgen bleiben. Ein Hinweis auf derartige Verhaltensmuster verstärken den Fluss der unvorbereiteten, unerwünschten Gedankenfragmente. Der plötzliche Wunsch sich zu ändern, bleibt als kläglicher Schall im eigenen Würfel kleben, denn die Veränderung bedarf Klarheit. Klarheit, die an Existenzängste geknüpft und somit Schutzmauern errichtet, die undurchdringlich wie ein Koloss, vor uns schaukeln..... Kein Mensch besitzt grenzenlose Kraft, kann sich stets aufs Neue motivieren ohne positives Feedback. Irgendwo zwischen all der Scheiße geht etwas verloren und dieser Verlust nagt skrupellos, um im Alkoholismus, Drogenkonsum, Ritzen, Magersucht, Bulimie, Fresssucht, Depressionen oder gar Suizidgedanken bis hin zum Versuch enden. All jene Symptome gelten als Versuch, dem inneren Wahn entgegenzutreten, ihn auszulöschen oder wenigstens abzuschwächen. Der Mensch stumpft innerlich ab, hüllt sich ins Schweigen, ins Vergessen oder Ausblenden. Ein Martyrium ist entstanden.
Wie eine nicht enden wollende Spirale, der man nicht zu entkommen glaubt, nicht wagt oder schlicht nicht mehr die nötige Kraft dazu aufbringen kann oder will. Der äußere Schein bricht zusammen, übrig unerträgliches Leid. Leid, dem man sich nicht entziehen kann, da das Selbst mit verantwortlich für jene Ausweglosigkeit zu sein scheint. Dieses Wissen dröselt die Splitter der Hoffnung auf. Der Versuch weiterzugehen, den Berg erneut zu besteigen erscheint einem sinnlos, unnötig. Stagnation obsiegt. Einen Moment lang hat man aufgegeben. Alles, was uns dennoch hoffen lässt, ist der pure, egoistische Drang des Überlebens.
Farbenwerferin - 16. Juni, 13:23
Flipp Flapp...zapp zerapp.
Der Tag beginnt,
man ist verstimmt.
Der Kaffee bitter, Tabak leer,
schon will man diesen Tag nicht mehr.
Ein unbestimmter Krampf stößt von Innen gegen die Gedärme. Irgendetwas ist passiert. Stumpfsinnig besinnt man sich auf eine Reise, eine Rückblende, ein kläglicher Versuch. Die Geschichte dreht sich weiter, mit wahnwitziger Geschwindigkeit zerfetzten Sandkrümel die Haut,legen Wangenknochen frei. SCHREI.
Der Tag soll enden,kaum begonnen, ist einem jetzt schon der Mut entkommen. In den Zwischenwänden gackern Holzmäuse, auf den Dächern klatschen verwegene Katzen mit den Pfoten auf Wellblech. Ihre roten, rostigen Propella drehen sich unbeirrt entgegen der Uhr, als wären sie sturr...wie Esel, die gedankenverloren auf dem Gleis stehen, unbeweglich. Man will hinaufrennen, die zerplitterten Knie ignorierend hoch aufs Wellblech, im Gaumen die Holzratten tranzportierend, um argwöhnisch dem räudigen Klatschen ins Fell zu spucken, die Propella unsanft aus dem Rücken zu reißen. Die Gedanken eskalieren, alles absurder, phatologischer und mit Ekel ummantelt. Die Weltkugel hüpft auf und ab, spuckt violette Blasen in die Massen. Der Wettlauf beginnt... man sieht all dies und weiß, man siehts allein. Man sei verrückt, beknackt, verschroben, einfach schlicht in die falsche Zeit geboren. Ungerechtigkeit! Mit wildem Frohlocken schmeißt man Scheiße auf die Straße. Wie ein Rinnsaal breitet sich die weich, stinkende Masse aus...verläuft sich zwischen Schuhen und Pömps. Ein Faden aus Scheiße, der Leben darstellt. Darin Freude und Leid. Das Leid ist sichtbar, blubbert miefend, grinsend. Nur die Freude soll man suchen, reingreifen und wühlen...ohne sich zwischenzeitlich den Ekel abzuspülen. Die Gedanken kursieren, triumphieren. Wahnsinn bleibt zürck. Dabei ist man nur allein und alles, was tatsächlich hinter diesen Zeilen sich verbirgt, ist Wut und Einsamkeit. Kein Irrsinn. Kein Schwachsinn. Kein therapeutisches Phänomen. Ein schlichtes Klagen nach Zuwendung. Ein einfaches Achselzucken, dass dem inneren Chaos nicht gewachsen ist. Mensch sein. Ohne Schein.
Farbenwerferin - 13. Juni, 11:59
Wie Schablonen aus frenetischem Butterbrotpapier, tanzten sie mir entgegen. Die Wellen aus dem Inneren meiner Muskelberge, die unaufhörlich im Takt des Windes routieren. Erst als die letzten Splitter, atmungsaktiver Blasen aus der Ferne, zwischen den Fleischbergen zusammenbrachen, rang ich zweifelnd nach Luft. Das Meer hüpft unbekümmert, scheint zu winken...ich knie mein Sein zu Boden, gezwungen, Hände im störrischen Sand zu begraben...keine Luft zum Atmen, alles erschöpft, alles getrunken, gesehen und gerochen. Nein! Schlichte Ohnmacht ist's. Ohnmacht, die mit voller Wucht den Augenblickszustand einfriert. Körper und Geist enthebelt, einknautscht, wie ein ledriges Sofa in der Sperrmüllpresse. Willkommen in der Irrealität. Der Zug ist längst abgefahren, du bist zu spät. Geh mit dem Kobold, der da...der mit den zerfressenen Lippen, er kaut nur Tabak aus Lehm und Bohnengewächs. Er ist ok. Still, heimlich, sauge ich aus den Gedärmen eines Sephiatintenfisches Luft, der in den letzten Minuten seiner Lebendigkeit liegt, um die Idiotie der Wellen keift und im Trocknen, stagnierend auf sein Ende wartet. Schwankend nun wieder, dem Kobold trotzend, reiche ich dem Meer die Hände. Schön bist du. Auf dem Absatz wechsle ich die Richtung, sodass unmerklich, wie ein verwesender Apfel, die Erinnerung verblasst...Da stand sie, das Mädchen im Wind. Doch auch sie droht als bald, langweilenden Gemüts am Rande des Meeres zu hocken. Oh wehe mir gesellschaftliches Wirr, sie stumpfen ab, die Knochen, die Augen und Lippen. Mensch ohne Deteil. Randnotiz. Tourist.
Farbenwerferin - 12. Juni, 13:03